Schulgartenkonzept der EHKS

1. Ausgangslage
Die EHKS liegt  am südöstlichen Stadtrand Darmstadts, in unmittelbarer Nähe des Waldes, der Lichtwiese und des Botanischen Gartens.
Auch das Schulgelände ist sehr durchgrünt, daher auch unser Logo: Die Elly, Schule im Grünen. Leider war unser Schulgarten über mehrere Jahre kaum noch bewirtschaftet worden. Die Hochbeete, die gemeinschaftlich von mehreren Klasen genutzt werden sollten, waren nach und nach verwildert und nur noch sporadisch fanden wenige Aktionen statt.
Die Arbeit im Schulgarten hat einen hohen pädagogischen Anspruch: Im Rahmen des (Sach-)Unterrichts werden Projekte mit den Themen Natur, Jahreskreis, Umweltschutz, Ernährung und Verbraucherbildung durchgeführt. Außerdem werden soziale Kompetenzen wie das gemeinsame Planen und Handeln, Verantwortung, Rücksichtnahme sowie Sorgfalt und Fürsorge vermittelt.


2. Was ist das Ziel?

2012 traf sich ein neues Schulgartenteam, um die Schulgartengestaltung und die damit zusammenhängende Nutzung zu überdenken und ein neues Konzept auszuarbeiten.
Die Kinder sollten die Möglichkeit bekommen, sich durch die Arbeit im Schulgarten verantwortlich, planerisch und tätig mit der Natur auseinanderzusetzen. Der Schulgarten kann thematisch in den Sachunterricht integriert werden aber auch als kontemplativer Bereich des Schulgeländes die Sinne der Kinder ansprechen:  fühlen, riechen, schmecken, sehen und künstlerisch umsetzen oder einfach nur beobachten, betrachten und meditieren.
Die Kinder sollen  
- im Gartenjahr den Kreislauf der Natur kennen lernen
- säen, pflanzen und ernten als Einheit erleben
- die Natur pflegen und schützen
- sich mit gesunder Ernährung auseinandersetzen
- den Einfluss des Wetters auf das Wachstum der Pflanzen beobachten
Der neu angelegte Schulgarten wurde so konzipiert, dass alle Klassen, die ein Klassenbeet bearbeiten wollen, durch variable Einteilungsmöglichkeiten auch ein Beet bekommen können.


3. Der Weg zum Ziel
Der Schulgarten wurde durch Rundhölzer in 4 gleiche Dreiecke aufgeteilt, die variabel in die benötigte Menge Beete unterteilt werden können. Durch diese Aufteilung können bis zu 12 Beete entstehen.

Beispiel für Aufteilung eines der vier Dreiecke:

1 Beet

2 Beete

3 Beete

3.1 Aktionen zur Neugestaltung
Die Hochbeete wurden abgebaut, der Boden geebnet, die Hohlklinker entsorgt. Die Wege wurden gemulcht. Die jeweils dem Beet angrenzenden Bereiche werden durch die entsprechende Klasse mitgepflegt.

Die Kräuterspirale wurde von der Wiese abgebaut und neu im Schulgarten angelegt. Vorhandene Pflanzen wurden umgesetzt und durch neue Kräuter ergänzt.

Zwischen Hibiskus und Apfelbaum entstand ein Jahreszeitenbeet, das mit der Bepflanzung die Jahreszeiten widerspiegelt. Forsythie, Frühblüher,...


Der Schuppen wurde aus- und aufgeräumt, das Werkzeug gesichtet und ergänzt. Ein Klassensatz Kinderwerkzeug + Kinder-Gartenhandschuhe wurde neu angeschafft. Alle Aktionen zur Neugestaltung (außer Ruhebänkchen) wurden bis zu den Osterferien abgeschlossen. Alle Einkäufe zur Neugestaltung, Material und Pflanzen wurden von der Gartengruppe übernommen.


Noch in der Planung:
Um die Vogelskulptur herum werden zwei (halbrunde) Bänke installiert, die zum Ausruhen, Beobachten, Meditieren, Malen und Zeichnen, ...  im Schulgarten genutzt werden können. Der Wasserhahn wird neu installiert, der Regenwasserbehälter erneuert oder abmontiert.



3.2 Organisation
Das Schulgartenjahr beginnt und endet im Herbst (Gartenjahr). In der Schulanfangskonferenz werden die Beete eingeteilt. Ein Beet kann behalten werden oder es wird leergeräumt bis zu den Herbstferien abgegeben



3.3 Arbeit im Schulgarten
Die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer, die Fachlehrerin/ der Fachlehrer ist verantwortlich für die Arbeit der Klasse im Schulgarten.

Sie/er leitet auch ggf. Elternhelfer an und bespricht mit ihnen die Regeln des Gartens und die Ideen für das eigene Beet.

Zur Arbeit gehört auch das Reinigen, Aufräumen und Sortieren des Werkzeugs und das Aufräumen im Schuppen etc.

Kinder arbeiten nur unter Aufsicht einer Lehrerin/ eines Lehrers oder eines Elternhelfers unter Absprache mit der Lehrperson im Garten.

Zum Malen, Zeichnen etc. können die Kinder auf der Terrasse oder auf den neuen Ruhebänkchen (Vogelskulptur) sitzen.

Die Wildwiese ist zum Beobachten und Forschen, Betrachten, Malen und Zeichnen da. Wir betreten sie nicht.

In den Schulgarten gehen wir in der Pause nur zum Beobachten.

Die Regeln für den Schulgarten (s. Anhang) werden mit den Kindern besprochen und aufgeschrieben.



4. Woran erkennen wir, dass wir unser Ziel erreicht haben?
Wenn viele Klassen Aktionen im Garten planen und durchführen, der Garten also intensiv bearbeitet und auch meditativ und künstlerisch genutzt wird, ist er zum integrativen Teil des Schullebens geworden.

Kinder haben gemeinsam gesät und gepflanzt, den Einfluss der Witterung auf das Wachsen erlebt und die Pflanzen gepflegt und geschützt. Sie haben geerntet und gemeinsam verzehrt, was sie gepflanzt haben. Sie haben sich mit gesunder Ernährung und Umweltschutz auseinandergesetzt.

Der Schulgarten ist damit ein Teil des Sachunterrichts, des Kunst- und Deutschunterrichts geworden und wir haben unser Ziel erreicht.