Lernen mit dem Smartboard

Ein interaktives Whiteboard - oder eine "digitale Tafel", wie wir sie gerne nennen - ist eine elektronische Projektionswand bzw. eine Weißwandtafel, die in Verbindung mit einem Computer und einem Projektor/Beamer funktioniert. Digitale Tafeln bzw. interaktive Whiteboards (IWBs) halten immer mehr Einzug in die Schulen. So besitzt auch die EHKS seit Januar 2010 sechs Smartboards.


Das neue Medium bietet bessere Präsentationsmöglichkeiten von Unterrichtsinhalten, ein hohes Maß an Motivation und eine Vielzahl von Interaktionsmöglichkeiten für Schüler, viel Spaß beim Unterrichten und Vorteile für den Lehrer beim Vorbereiten und Speichern der Unterrichtsinhalte.

Letztendlich können mit Hilfe von interaktiven Whiteboards alle Medien wie Text, Grafik, Bilder, Animationen, Töne und Filme präsentiert werden. Aktuelle Studien zeigen, dass Schüler durch den Einsatz von digitalen Tafeln besser motiviert und auch positivere Lernergebnisse erzielt werden können.


Derzeit fällt es bei der Menge von Angeboten schwer, das richtige Bildmaterial für den Unterricht zu finden. Noch zu wenig fertiges Stundenmaterial und interaktive Übungen, welche direkt im Unterricht eingesetzt oder als Grundlage verwendet werden können, sind für den deutschen Markt erhältlich. Auch die Verlage zeigen sich diesbezüglich bis jetzt noch eher zurückhaltend und abwartend.


Die Boards haben unterschiedliche Maße. Die Oberflächen der interaktiven Whiteboards sind abhängig von der jeweiligen Boardtechnologie. Auf der Oberfläche des interaktiven Whiteboards kann wie auf einer herkömmlichen Tafel gearbeitet werden, mit dem Unterschied, dass das erstellte Tafelbild digital ist, über den Beamer auf dem Board eingeblendet und über eine Software gesteuert wird. Alles, was auf dem Computermonitor dargestellt bzw. bearbeitet werden kann bzw. jede Computeranwendung lässt sich über das interaktive Whiteboard zeigen und bedienen. Über den Computer werden die an der Boardoberfläche mit einem speziellen kabellosen Stift oder per Fingerdruck oder einer Fingerposition eingegebenen Daten transformiert und das errechnete Bild unmittelbar über den Beamer auf die Boardoberfläche projiziert. Dadurch entsteht der Eindruck eines unverzögerten realen Tafelbildes. Diese digitalen Tafelbilder können abgespeichert und bei Bedarf immer wieder aufgerufen werden.
Jeder Boardhersteller liefert mit seinem interaktiven Whiteboard zudem eine entsprechende Boardsoftware aus, die für den Unterrichtseinsatz genutzt werden kann. Eine Vielzahl von Interaktiosmöglichkeiten sind über die speziell für den pädagogischen Bedarf entwickelten Softwarepakete möglich. Zudem werden mit der jeweiligen Boardsoftware umfangreiche Bildergalerien und fertige Animationen mitgeliefert. Die Seiten und Animationsinhalte lassen sich speichern und jederzeit im Unterricht wieder aufrufen und bearbeiten.


Die Vorteile dieses Mediums sind klar: Sie bieten Arbeiterleichterung für Lehrer und Lehrerinnen und einen großen Motivationsschub für die Schüler. Die Integration aller bisher separat genutzten Medien und die Speicherung von Lerninhalten sind möglich. Was uns im Moment noch fehlt sind einheitliche Konzepte, wie dieses multimediale Medium den Lehrkräften methodisch und didaktisch sinnvoll näher gebracht werden kann. Nachdem alle Kolleginnen in die Grundlagen der Bedienung eingewiesen wurden, geht es nun um die Unterrichtsanwendungen und die Entwicklung von Konzepten für den praktischen Unterricht. Wir befinden uns in einer Erprobungsphase.